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Die Nebenbahn Hemer - Sundwig

Diese Strecke wäre beinahe zur Hönnetalbahnbahn geworden, stellte doch ihre geplante Trassierung eine Alternative zur heutigen Hönnetalbahn dar. Vorteil dieser Trasse war die Umgehung des prekären Bereichs der Kalkwerke in Oberrödinghausen, dessen Eigentümer jahrzehntelang gegen den Bau der Strecke Menden - Neuenrade opponierten und deshalb dringend benötigten Baugrund nicht freigeben wollten.

50-er Jahre pur - eine 93.5 rangiert in den späten 1940-er Jahren - vermutlich vor Gründung der Deutschen Bundesbahn -  im Bahnhof Sundwig. Die jungen Mütter sind daran eher weniger interessiert.... (EFH-Archiv)

Letzlich kam es nur zum Bau einer 1,8 km langen Stichbahn von Hemer nach Sundwig, die am 01.10.1891 eröffnet wurde und nie planmäßigen Personenzugverkehr erlebte. Dennoch besaß Sundwig ein Bahnhofsgebäude, das auch mit einem Beamten zur Güterabfertigung besetzt war.

Die Strecke wies zwei Besonderheiten auf. Zum einen die enge Ortsdurchfahrt in Sundwig und zum anderen die Trassenführung durch das Werk der Sundwiger Messingwerks, dessen Tore fürZugfahrten extra geöffnet werden mussten. Zu Zeiten der Iserlohner Kreisbahn existierte zudem im Bereich der Ortsdurchfahrt noch eine niveaugleiche Querung mit der Straßenbahnline Hemer - Deilinghofen.

Jahrzehntelang lebte die Strecke vom Aufkommen der Sundwiger Eisenhütte (An Streckenende) und des Sundwiger Messingwerks, außerdem von einem Tanklager der Bundeswehr und gelegentlichen Altpapierverladungen. Mit Ende der Strecke Menden - Iserlohn verlor auch diese Stichbahn ihre Bedeutung.  Am 03. Oktober 1992 fuhr letztmals ein Zug in den Bahnhof Sundwig ein, am 16. Mai 1993 erreichte nochmals ein Sonderzug der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. das Werkstor des Messingwerks.

Kurz darauf erfolgte die Gesamtstilllegung der Strecke, deren letzte Reste im März 2006 abgebaut wurden.

Eine zweiteilige Garnitur der Akku-Triebwagen Baureihe 515 erreichte am 01.10.1988 im Rahmen einer Sonderfahrt die Sundwiger Strecke - hier am EInfahrsignal Hemer "Am Perrick".

Berühmt wurde die Strecke durch die Ortsdurchfahrt in Sundwig, wo das Gleis eng an Häusern und Straße verlief. Das erste Bild zeigt die Abschiedsfahrt der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. am 03.10.1992. Unten ist 365 739 am 16.05.1989 im Planeinsatz kurz vor dem Messingwerk zu sehen.

Die Ortsdurchfahrt in der Gegenrichtung mit 515 565 am 01.10.1988...

... und 360 594 am 10.03.1988 - rechts noch ein Mast aus der Zeit der Iserlohner Kreisbahn

365 739 kurz vor dem Werkstor der Eisenhütte Sundwig,

Bahnhof Sundwig am 10.03.1988. 360 594 hat leere Kesselwagen abgeholt und wartet auf die Abfahrt nach Hemer.

Am 13. Mai 1989 kam VT 95 122 der Hammer Eisenbahnfreunde als Sonderfahrt der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. nach Sundwig.

Der letzte Zug, der den Bf. Sundwig noch erreicht hat, verkehrte am 03.10.1992.

Kurz vor dem Streckenende zweigte der Anschluss zur Messinghütte spitz ab.

Der Rückbau.im März 2006

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