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Abschnitt Hemer - Westig - Iserlohn

Mit dem Verkehren des letzten Zuges von Menden nach Iserlohn - gezogen von 41 360 - endete am 28.05.1989 der durchgehende Betrieb der Nebenbahn Menden - Iserlohn. Bereits am Vortag schob 212 313 den letzten planmäßigen Zug durch die Westiger Eisenbahnschleife.

Seit 1885 verkehrten die Züge von Hemer weiter nach Iserlohn. Zwischenbahnhöfe waren Westig und Iserlohn Ost. Als Haltepunkte gab es Hemer Amt und Buchenwäldchen (letzterer wurde bereits 1988 aufgegeben). Der Bf. Westig entwickelte sich schnell zu einem sehr wichtigen Güterbahnhof, bestand doch hier der Übergang zur meterspurigen Iserlohner Kreisbahn, auf deren Rollwagen hier Güterwagen geschoben und ins Tal des Ihmerter Bachs befördert wurden, wo sie die dortige Kleineisenindustrie benötigte.

Markantetestes "Bauwerk" der Strecke Menden - Iserlohn war die Westiger Eisenbahnschleife. Nimmt man es großzügig, gehörte der Bf. Westig schon selbst dazu. In einer engen Rechtskurve und dann Linkskurve wurde der Höhenunterschied zum "Westiger Kreuz" überwunden. Die Lösung, diesen Unterschied mit einer Eisenbahnschleife zu bewältigen war preiswert, führte natürlich aber stets zu längeren Fahrzeiten. Berüchtigt war der untere Teil der Schleife, wo nicht weniger als 5 beschrankte Bahnübergänge existierten, die bei Zugkreuzungen in Westig teilweise recht lange geschlossen waren.

Iserlohn Ost war hingegen bis zuletzt ein "Schrottbahnhof", hatten hier doch Schrotthändler ihren Platz - und Gleisanschluss!

Der Abschnitt von Iserlohn Ost zum Westbahnhof verlief zwischen den Häusern quasi mitten durch die Stadt, bevor der Iserlohner Bahnhof mit seiner markanten Signalbrücke erreicht wurde.

Im Februar 1990 wurde zunächst der Abschnitt Iserlohn Ost - Straßenbrücke Westiger Kreuz abgebaut, ab März dann der Abschnitt Hemer - Westig - Straßenbrücke Westiger Kreuz.

Hemer, Einfahrsignal am 20. Mai 1988.

Hp Hemer Amt

Einfahrt aus Westig mit 212 315 am 07.05.1988

Bahnhof Westig 

Westig hatte lange Jahre extrem hohe Bedeutung im Güterverkehr, diente er doch als Umschlag- bzw. Übergabebahnhof der Iserlohner Kreisbahn. Mit deren Einstellung ging diese Bedeutung stetig zurück. Nach Entfall der Zugkreuzungen 1988 war der Bahnhof betrieblich bedeutungslos - aber noch pro Schicht mit 1 Fahrdienstleiter und 2 Schrankenposten besetzt. Berüchtigt waren die Bahnübergänge im Bahnhofsbereich. Gerade bei Zugkreuzungen kam es zu längeren Schließzeiten.

Das Bahnhofsgebäude am 07.05.1988. Heute befindet sich das Gebäude in renoviertem Zustand und beherbergt eine Gaststätte. Auch das Stellwerk "Wf" (vorher "Ww") ist noch als Denkmal vorhanden. An die Bahnübergänge erinnert freilich nur noch wenig.

Am 27.01.1969 fand eine heute legendäre Sonderfahrt über die heimischen Strecken statt. Die 57 1387 gelangte über Iserlohn und Menden ins Hönnetal bis Binolen. Der Rückweg Richtung Hagen führte über Unna. Das Bild zeigt den Zug beim Rangieren in Westig. (EFH-Archiv)

Zugkreuzung in Westig - bis zum Sommerfahrplan 1988 Alltag!

Berüchtigt bei Autofahrern: der Bahnübergang in Westig.

Ein Hauch von Güterverkehr? Nein Abholung lange abgestellter ausgemusterter Güterwagen zur Verschrottung durch 290 171 am 10.12.1986. Links sieht man das ehemalige Anschlussgleis zur Iserlohner Kreisbahn.

Hoher Besuch! Anlässlich eines Bahnhofsfestes in Iserlohn am 24.10.1987 verkehrte ein TEE-Triebwagen VT 11.5 (601) zwischen Iserlohn und Hemer.

 

Die Eisenbahnschleife - unterer Teil

Die Eisenbahnschleife zwischen Westig und der Iserlohner Stadtgrenze war die bauliche Besonderheit der Strecke - obwohl sie schon bis Westig in Schleifen verlief. Sie war notwendig, galt aber als Hindernis und Fahrzeitverlängerer. Es soll sogar Pläne zum Bau eines Tunnels zwischen Westig und Iserlohn gegeben haben, um diesen Zustand zu beenden. Heute, nach Abbau der Gleise,  heißt das Gebiet zumindest noch Eisenbahnschleife. Das letzte, was in Hemer bald noch an die Bahn erinnern dürfte.

Blick auf die untere Schleife mit 3 beschrankten Bahnübergängen und dem Posten 11 Einfahrsignal Westig, im Hintergrund Posten 11 Blick vom Posten 11 Richtung Bf. Westig

Blick vom Posten 11 in die Eisenbahnschleife Richtung Iserlohn...

... und nocheinmal mit dem 601 am 24.10.1987

Die Eisenbahnschleife - oberer Teil

Die frisch-lacikerte 212 307 in der Westiger Schleife...

212 286 kurz vor der Einstellung des Betriebs in der Schleife

 

Der Stilllegungsgrund

Diese Stahlbrücke sollte der Grund für die Stilllegung der Strecke Menden - Iserlohn werden. In der Nachkriegszeit nur notdürftig wieder hergestellt, war das Bauwerk zuletzt so marode, dass es mit zusätzlichen Stahlbauteilen gestützt werden musste. Die Aufnahmen entstanden vor der Abstützung am 18.02.1989 und im Rahmen der 1. EFH-Sonderfahrt "Höhlen-Express" am 13.05.1989.

Im Jahre 1962 zählten Schienenbusse zu dem Modernsten, was im Nahverkehr auf der Schiene in der Fläche bieten konnte. Die Aufnahme zeigt eine dreiteilige VT 98 in der Westiger Eisenbahnschleife.

 

Kurz vor Buchenwäldchen im Bereich Coronna - amvorletzten Betriebstag, 26.051989.

Hp Buchenwäldchen

Der Haltepunkt wurde bereits zum Sommerfahrplan 1988 aufgegeben. Obwohl er mitten in einem Wohngebiet lag, fanden sich nicht mehr genug Fahrgäste. Die nahe gelegene Buslinie war wohl attraktiver.

 

Iserlohn Ost

Heute erinnert an den früheren Bahnhof Iserlohn Ost nichts mehr.  Dort wo früher vor allem Schrott verladen wurde, jedoch auch ein gut ausgestatter Bahnhof mit Mittelbahnsteig existierte, steht heute ein u.a. Supermarkt. Der letzte Güterzug fuhr am 26.05.1995, der letzte Personenzug war VT 628 497, der am selben Tag noch einmal für das örtliche Personal verkehrte. Danach verfiel das Gelände. War der Abschnitt Iserlohn - Iserlohn Ost anfangs noch Teil des Trassensicherungspaketes des Landes NRW, so änderten sich die Pläne Mitte der 2000-er Jahre. Die Bahnhofsanlage wurde 2007 komplett abgerissen.

Das Bahnhofsgebäude (07.05.1995 mit  796 784)

Stellwert Iof (früher Iow)

Besuch im Jahre 1983 mit 212 204 und im Güterverkehr 216 100

Eindrücke aus dem Betriebsgeschehen in den 1980ern

Personenzug und 212 281, die für den Übergabedienst eingeteilt war, begegnen sich in Iserlohn Ost am 04.07.1986 Im Rahmen einer Schienenbussonderfahrt der EF Hönnetal e.V. gelangte dieser Sonderzug am 21.09.1991 noch einmal nach Iserlohn Ost.
Einfahrt aus Richtung Menden. In Bahnsteigmitte stand bis ca. 1979 das alte Fahrdienstleiterstellwerk Iof Ausfahrt - vom (neuen) Stellwerk Iof (ex Iow) aus gesehen. (02.11.1990 mit 365 726)

Durch die Stadt Iserlohn...

Am Einfahrsignal Iserlohn Ost mit 218 140 am 07.05.1994

Eine enge Sache...

Begegnung mit der Vorserien-V 100 (212 001) im August 1986.

Einfahrt in den Bahnhof Iserlohn mit der markanten Signalbrücke

 

   
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